Von Juni bis Oktober 2025 haben wir an der Max-Taut-Gesamtschule in Berlin-Lichtenberg das Projekt „Empowerment in der Schule“ durchgeführt, gefördert von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.
In enger Zusammenarbeit mit der schulinternen Arbeitsgemeinschaft Politische Bildung sowie unterstützt von der Schulleitung und der Schulsozialpädagogin entstand unter dem Motto „Jugend trifft Politik“ ein offener Raum, in dem Schülerinnen und Schüler politische Themen erkunden und ihre eigenen Anliegen einbringen konnten.
Ein besonderer Höhepunkt waren die Abschlussveranstaltungen, bei denen mit Elif Eralp (Mitglied des Abgeordnetenhauses, Die Linke) und Lilia Usik (MdA, CDU) zwei Berliner Landespolitikerinnen als Gesprächspartnerinnen gewonnen werden konnten.
Das Projekt verfolgte das Ziel, Jugendliche zu einem selbstbestimmten und reflektierten Umgang mit politischen Fragestellungen zu befähigen und ihre Selbstwirksamkeit als demokratische Akteure zu stärken.
Statt vorgegebener Inhalte orientierte sich das Team an den Interessen der Teilnehmenden und gestaltete die Workshops gemeinsam mit ihnen.
So konnten die Schülerinnen und Schüler eigene Standpunkte zu komplexen politischen Themen entwickeln und erfahren, dass ihre Perspektiven gehört und ernst genommen werden.

Das Projekt gliederte sich in zwei Workshop-Phasen:
- Zunächst traf sich die Willkommensklasse
- Anschließend der Politik-Leistungskurs
In moderierten Sitzungen setzten sich die Jugendlichen regelmäßig mit ihren gewählten Themen auseinander. Die Gestaltung blieb bewusst flexibel, um auf aktuelle Entwicklungen innerhalb der Gruppen reagieren zu können.
Eine vielfältige Methodenpalette – von Theaterübungen und Gruppendiskussionen über biografische Reflexionen bis hin zu kreativen Collagen – eröffnete unterschiedliche Zugänge und bezog alle Teilnehmenden aktiv ein.
Jede Workshop-Reihe fand ihren Abschluss in einer besonderen Runde, in der die Jugendlichen ihre Ergebnisse präsentierten und direkt mit einer eingeladenen Politikerin ins Gespräch kamen.
Im Verlauf des Projekts beschäftigten sich die Teilnehmenden intensiv mit politischen Fragestellungen, die sie selbst als bedeutsam empfanden.
Die thematischen Schwerpunkte variierten je nach Gruppe: In der Willkommensklasse standen etwa Gleichberechtigung, Freiheit und Diskriminierung im Mittelpunkt.
Durch die abwechslungsreichen Methoden und den offenen Austausch wuchsen die Jugendlichen in ihrem Selbstvertrauen, ihre Meinungen zu äußern, und entwickelten zugleich die Fähigkeit, andere Standpunkte nachzuvollziehen. Kontroverse Themen wurden zunehmend differenziert betrachtet und gemeinsam reflektiert.
Die Resonanz auf das Projekt war durchweg positiv: Lehrkräfte wie Schülerinnen und Schüler lobten den geschaffenen Raum für einen respektvollen Austausch auf Augenhöhe. Die beständig hohe Beteiligung und Begeisterung der Jugendlichen während der gesamten Projektlaufzeit unterstrichen den Erfolg dieses Ansatzes eindrucksvoll.
Das Projekt hat eindrucksvoll verdeutlicht, wie essenziell es ist, jungen Menschen einen Raum zu bieten, in dem sie sich politisch entfalten können. Die durchweg positiven Erfahrungen bestärken uns darin, „Empowerment in der Schule“ im kommenden Jahr fortzusetzen.
Den ausführlichen Abschlussbericht zum Projekt senden wir auf Wunsch gern zu – schreiben Sie uns einfach an: info@wfs-info.org
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