Jahrelang stützte sich die deutsche Politik auf einen fundamentalen demokratischen Konsens: die sogenannte „Brandmauer“ gegen die extreme Rechte.
Dieses Prinzip hat bis heute Regierungsbündnisse auf Bundes- und Landesebene mit der Alternative für Deutschland (AfD) verhindert. Doch nach den Ergebnissen der Bundestagswahl 2025, bei der sich die AfD als zweitstärkste politische Kraft etablierte, und ihrer elektoralen Dominanz in mehreren ostdeutschen Bundesländern steht die Brandmauer vor ihrer größten Zerreißprobe.
- Wie stabil ist dieser Konsens heute noch?
- Warum ist die Aufrechterhaltung der Brandmauer für die Stabilität der Demokratie in Deutschland und Europa so entscheidend?
- Welche Lehren können andere Länder und traditionelle Parteien angesichts des ständigen Drucks von rechts außen ziehen?
- Und welche Rolle sollten die Zivilgesellschaft und Organisationen jenseits der politischen Institutionen bei dieser Verteidigung der Demokratie spielen?
Um diese Fragen zu beantworten und die aktuelle Lage des Landes zu analysieren, sprechen wir mit Ruprecht Polenz, dem erfahrenen deutschen Politiker, ehemaligen CDU-Generalsekretär und einer der profiliertesten konservativen Stimmen bei der kompromisslosen Verteidigung der Brandmauer gegenüber der AfD.

Montag, 8. Juni, 19 Uhr (CET)
Online und kostenlos · mit Simultanübersetzung Deutsch/Spanisch
Warum ist das für unsere Reihe wichtig?
Erfahrungen aus verschiedenen Ländern zeigen: Rechtsradikale Regierungen versuchen, Institutionen zu schwächen, historische Narrative umzuschreiben, die Rechte von Minderheiten zurückzudrängen und zivilgesellschaftliche Räume einzuengen
Politische Bildung stärkt hier die demokratische Resilienz, indem sie kritisches Denken, Dialog und handlungsfähige Netzwerke fördert.
Genau das ist der Antrieb unserer Reihe.


