Rechtsextreme und offen antiliberale Kräfte gewinnen in vielen Ländern an Einfluss.
Dort, wo sie regieren, zeigen sich wiederkehrende Muster:
- die Aushöhlung der Gewaltenteilung
- die Schwächung der unabhängigen Justiz
- Druck auf Medien und Pressefreiheit
- Angriffe auf die Rechte von Minderheiten und auf feministische Errungenschaften
Vor diesem Hintergrund zielt das Projekt darauf ab, eine Kultur des „Bildens, Handelns und Widerstehens“ zu stärken und interessierten Bürger*innen sowohl analytische als auch praktische Werkzeuge an die Hand zu geben.
🔥Wie regieren rechtsextreme Parteien und Bewegungen?
🔥Welchen nachhaltigen Schaden verursachen sie an Institutionen und Rechten?
🔥Und welche Formen demokratischen Widerstands haben sich in unterschiedlichen Kontexten als wirksam erwiesen?

Wie wird das Projekt funktioneren?
Das Programm verbindet dazu drei Perspektiven:
- Vergleichende Analysen aus Ländern, in denen rechtsextreme Regierungen bereits an der Macht sind (unter anderem Ungarn, Polen, Brasilien, die USA, Argentinien, Italien und Spanien)
- Erfahrungsberichte aus der Zivilgesellschaft, den Gewerkschaften und den Medien
- Leicht zugängliche pädagogische Materialien, die die wichtigsten Konzepte verständlich aufbereiten
Die Inhalte werden in digitalen Formaten umgesetzt, um eine breite Zugänglichkeit zu gewährleisten.
🖥️ Geplant ist eine Reihe von Online-Vorträgen (jeweils etwa eine Stunde) mit internationalen Expert:innen aus Wissenschaft, Aktivismus, Gewerkschaften und Medien. Die Veranstaltungen sind dialogisch angelegt, mit moderierten Inputs und anschließenden Frage-und-Antwort-Runden.
📹 Die Aufzeichnungen sowie Begleitmaterialien (z. B. Präsentationen, Links und Literaturhinweise) werden als Ressourcen öffentlich verfügbar gemacht.
🎧 Ergänzend entsteht ein Podcast mit sechs Folgen, der zentrale Themen der Vortragsreihe vertieft und Schlüsselbegriffe zu Rechtsextremismus, Autoritarismus und demokratischer Resilienz nachvollziehbar erklärt.
🛜 Für die sozialen Netzwerke wird außerdem das Format „Glossar Ultra“ produziert: Zehn Kurzvideos (jeweils ca. 60 Sekunden) greifen darin zentrale Begriffe wie Faschismus, demokratische Erosion, Populismus, Antifeminismus oder Desinformation auf und ordnen sie kritisch ein. Dabei orientiert sich die Themenauswahl ausdrücklich an Fragen und Bedürfnissen aus den Online-Sitzungen, sodass die Materialien nicht nur informieren, sondern direkt an den Anliegen des Publikums ansetzen.
📅 Der Projektstart mit Vorbereitung und Organisation ist für Januar 2026 vorgesehen, von Februar bis Dezember 2026 finden die monatlichen Vorträge sowie die fortlaufende Podcast- und Videoproduktion statt. Die (wöchentliche) Veröffentlichung der Podcastfolgen ist für November und Dezember 2026 geplant, bevor das Projekt im Dezember 2026 mit Wirkungsanalyse, Abschlussbericht und Ergebnispräsentation abgeschlossen wird.
🎯 An wem richtet sich das Projekt?
Die Zielgruppen sind einerseits Menschen, die sich bereits in zivilgesellschaftlichen Kontexten engagieren oder sich für Demokratiefragen interessieren, und andererseits jüngere Zielgruppen, die sich vor allem über kurze digitale Formate informieren.
Zudem richten sich die Materialien an politische Bildner:innen, Journalist:innen sowie Multiplikator:innen, die die Inhalte weiterverwenden können.
Um eine große Reichweite zu erzielen, erfolgt die Verbreitung über eigene Netzwerke und Newsletter sowie über Partnerorganisationen und thematisch relevante Communities.
Termine, Anmeldemöglichkeiten und neu veröffentlichte Materialien werden rechtzeitig auf der Website der Werkstatt für Sozialforschung e. V. sowie über die Social-Media-Kanäle bekannt gegeben.
🤝 Inhaltlich und in der Produktion wird eng mit Epidemia Ultra kooperiert. Darüber hinaus stützt sich das Projekt auf ein internationales Netzwerk, u. a. mit dem Laboratory for the Study of the Far Right (Ultra-Lab) in Chile und dem Laboratorio de Estudios sobre Democracia y Autoritarismo (LEDA) in Buenos Aires.
Gefördert durch
Das Projekt wird im Rahmen der Förderrichtlinie der Berliner Landeszentrale für politische Bildung im Themenschwerpunkt „Bildungsarbeit gegen Rechtsextremismus und Autoritarismus” gefördert.




