Neues Projekt





Zum Auftakt kommen die Teilnehmenden in einer Zukunftswerkstatt zusammen.

Dabei geht es darum, auf Augenhöhe miteinander ins Gespräch zu kommen und herauszufinden, was sie bewegt.

Mögliche Fragen sind:

  • Welche Themen interessieren mich und uns?
  • Was soll sich in unserem Alltag oder in der Gesellschaft ändern?
  • Was bräuchten wir dafür, und wie können wir anfangen?

In dieser Phase stehen Ideen, Wünsche und Kritik im Mittelpunkt, ebenso wie das Sammeln erster Projektideen.

Am Ende wird gemeinsam beschlossen, worauf im nächsten Schritt hingearbeitet wird.

In der Projektphase setzen die Gruppen ein eigenes politisches „Mikroprojekt“ um.

Die Teilnehmenden planen gemeinsam, verteilen Aufgaben, treffen Entscheidungen und setzen ihre Ideen in die Tat um – zum Beispiel mit einer Informationsaktion in der Werkstatt, einer Gesprächsrunde mit Gästen, einem kleinen Film oder einer Ausstellung.

Für jedes Mikroprojekt steht ein kleines Budget zur Verfügung, über das die Gruppe eigenverantwortlich entscheidet. So wird Selbstwirksamkeit konkret erfahrbar:

Die Beteiligten sind an allen Schritten beteiligt: von der Planung über die Durchführung bis zur Reflexion und Dokumentation.

Die Werkstatt wird so zu einem politischen Handlungsraum, in dem sichtbar wird, dass Mitbestimmung und Teilhabe keine abstrakten Begriffe sind, sondern im eigenen Umfeld beginnen.

Zum Abschluss des Durchgangs kommen die Gruppen erneut in einer Zukunftswerkstatt zusammen.

Dort wird gemeinsam zurückgeblickt:

  • Was haben wir erreicht? Was hat gut funktioniert, und wo gab es Schwierigkeiten? Welche Themen und Formen politischer Bildung möchten wir weiterführen?

Die Ergebnisse werden in leicht verständlicher Sprache festgehalten und fließen in die Weiterentwicklung des Gesamtprojekts ein.

Begleitend zu den Projektdurchgängen bieten die beteiligten Werkstätten offene thematische Veranstaltungen an.

Die Themen orientieren sich an den Interessen der Beschäftigten, zum Beispiel an Wahlen und politischen Rechten, Teilhabe- und Mitbestimmungsstrukturen, Barrierefreiheit oder Fragen der Alltagspolitik. Externe Expertinnen und Experten geben kurze Impulse und treten mit den Teilnehmenden in den Austausch. So entsteht ein abwechslungsreiches Angebot, das Wissen vermittelt, Diskussionen anregt und weitere Interessierte erreicht.

In der letzten Projektphase werden alle Erfahrungen ausgewertet, ein Abschlussbericht in Leichter Sprache erstellt und Materialien entwickelt, die anderen Werkstätten und Trägern zur Verfügung gestellt werden.